Messen & Events

Port of Thoughts: digitales Tuning stationärer Kanäle

ISA, Architects of Internet. beim Retail Summit 2018

Der 5. Retail Summit Port of Thoughts fand dieses Jahr am 19. April im Empire Riverside Hotel statt, wo hochkarätige Speaker aus Industrie und Handel über Trends und Herausforderungen der Branche sprachen. Neben COMOSOFT, EBNER STOLZ und der EVERSFRANK GRUPPE beteiligte sich dieses Jahr auch ISA, Architects of Internet. an der Organisation des Events. 

Unter dem Motto „Back to the Roots & Back to the Roof“ referierte das Who is Who des deutschen Handels über das Ineinandergreifen von stationären Shops und modernem E-Commerce. Hochaktuelle Maßnahmen und Strategien für eine passgenaue Verzahnung traditioneller und digitaler Wirtschaftsaktivitäten präsentierten u. a. Prof. Dr. Klemens Skibicki von der Cologne Business School, Dr. Philipp Andrée von Tchibo, Susan Fulczynski von bonprix, Winfried Rübesam und Mirco Wolf Wiegert von fritz-kulturgüter sowie real-CEO Patrick Müller-Sarmiento. 

 

„Stationär und digital sind ein Ökosystem“ 

Als erster Speaker des Tages garantierte Skibicki mit einem lebhaften Vortrag über die Relevanz von Social Media einen mitreißenden Start in den Retail Summit. Er riet den über 250 Gästen, stationär und digital als lebendiges Ökosystem zu verstehen, das nur in Kombination mit starkem Social-Media-Einsatz betrieben werden könne. Denn nur Plattformen wie Facebook machen einen permanenten Dialog zwischen Unternehmen und Zielgruppe möglich, so der Wirtschaftshistoriker. 

Andrée hielt in der Podiumsdiskussion am Nachmittag dagegen, Social Media sei höchstens zur langfristigen Markenbildung förderlich, helfe aber nicht bei der Generierung kurzfristiger Profite. „Ich schaue mir einfach Zahlen an“, verdeutlichte Andrée mit Blick auf Tchibos systematisierte Erhebung und Auswertung von Kundendaten. Ein anhand dieser Ergebnisse zusammengestellter Mix aus analogen und digitalen Werbemedien macht den Erfolg des Großhändlers aus dem Food- und Non-Food-Bereich aus.

 

„koksen ist achtziger“ – mit fritz-kola® durch die Nacht

Weniger zahlen- und faktenlastig, dafür kreativ im Kampagnenmanagement und stark in der Social-Media-Kommunikation zeigten sich Rübesam und Wiegert von fritz-kulturgüter. „Angefangen haben wir 2003 in einer Garage; die ersten Bewerbungsgespräche haben wir im Schlafzimmer geführt“, erinnert sich Unternehmensgründer Wiegert. Inzwischen hat fritz-kulturgüter 200 Mitarbeiter im Innen- und 2.000 im Außendienst. 

Zur internen Kommunikation nutzen die Angestellten Microsofts Yammer, eine Social App für Unternehmen, die ähnlich wie Facebook eine reibungslose, permanente Kommunikationsschleife und damit effektive Teamarbeit gewährleistet. Kisten-Artisten posten hierüber ihre Kunstwerke, die sie detailverliebt und unter hohem Aufwand auf Verkaufsflächen stationärer Händler kreieren. Ideenreiche Werbekampagnen, die in Abstimmung mit Facebook-Followern bei Bedarf überarbeitet werden, komplettieren die innovative, User-nahe Marketingstrategie der Hamburger.

 

Schweine, mit Nüssen gefüttert – Ware mit Geschichte

Auch für die Einzelhandelskette real ist eine Abstimmung zwischen Händlern vor Ort und der Ausarbeitung des Online-Auftritts unerlässlich. Das Geheimnis für einen anhaltenden Erfolg sieht der Vorsitzende der Geschäftsführung bei real, Müller-Sarmiento, jedoch in den Geschichten hinter den Produkten. Mit traditioneller Händlerschürze ausgestattet und frischem Obst im Gepäck, demonstrierte der CEO die neue Strategie des Großunternehmens und stellte den umstrukturierten Markt in Krefeld als Point of Sale der Zukunft vor: „Über digitale Kanäle kann keine Leidenschaft transportiert werden. Der Wochenmarkt war und ist für uns Händler der wichtigste Ort für den direkten Kundenkontakt. Hier spürt man die Emotionen.“ 

Die flächendeckende Umgestaltung der großen Geschäftsfilialen in kleinere Räume mit wochenmarktähnlichem Design soll durch ein Angebot hochwertiger Produkte aus nachhaltigem Anbau ergänzt werden. In diesem Sinne verköstigte Müller-Sarmiento das Publikum abschließend mit dem spanischen Delikatessenschinken Ibérico Joselito, der von Schweinen aus enorm aufwendiger Haltung stammt. Ein geschmackvoller Abschluss für einen fachlich wertvollen Tag – und dazu ein kulinarischer Auftakt für die anschließende Abendveranstaltung im Penthouse Elb-Panorama. 

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Julian Fischer
Director New Business & Marketing
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Leitung New Business & Marketing ISA, Architects of Internet.